Nähglossar, 2. Teil

Was ist eine Einlage und was ist ein Schrägband? Was ist mit Applikationspapier und Flizeline? Diese Worte mögen für dich jetzt wie Chinesisch klingen, aber keine Sorge! Wir haben die gebräuchlichsten Wörter zusammengetragen, die jedem Anfänger beim Nähenlernen begegnen.

Wenn du das Nählexikon kennst, wird dir jedes Projekt leichter fallen. Um dir die Suche nach dem gesuchten Wort zu erleichtern, haben wir sie in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. Im letzten Beitrag haben wir bereits Wörter im Zusammenhang mit Nähmaschinen und Nähtechniken behandelt, aber dieses Mal stellen wir Wörter im Zusammenhang mit Stoffen und Schneiderei vor.

 

 

Applikation: Eine Applikation ist ein Stück Stoff beliebiger Form, das auf einen anderen Stoff aufgenäht wird, normalerweise mit einer dichten Zickzack-Naht.

 

Applikationspapier: Applikationspapier ist Papier, das zur Herstellung von Applikationen verwendet wird. Es handelt sich dabei um eine Klebeschicht, die auf einer Seite von Papier umgeben ist. Darauf wird das gewünschte Motiv spiegelverkehrt mit einem Bleistift gezeichnet und die (noch nicht ausgeschnittene) Klebeseite auf die Rückseite des Stoffes geklebt, um die Applikation zu erstellen. Sobald das Applikationspapier auf dem Stoff befestigt ist, wird das Motiv ausgeschnitten und die Papierschicht entfernt. Lege die Applikation mit der klebenden Seite auf den Stoff, auf den du die Applikation nähen möchtest, und befestige sie. Zum Schluss nähe die Applikation mit einer dicken Zickzack-Naht auf.

 

 

 

Centylin: Sieh Einlage.

 

Einlage: Eine Einlage ist ein Gewebe oder Vliesstoff, der zur Stabilisierung und Versteifung des Stoffes verwendet wird. Sie kann klebend sein und mit dem Bügeleisen auf der Rückseite des Stoffes befestigt werden, oder sie kann ohne Klebeschicht sein und mit der Hand genäht werden. Sie wird in der Regel verwendet, um einzelne Teile des Kleidungsstücks wie Kragen, Manschetten, Futter usw. zu versteifen. Sie ist je nach Verwendungszweck in verschiedenen Grammaturen erhältlich.

 

Einlageband: Ein Einlageband ist ein Band, das zur Verzierung zwischen zwei Stoffschichten genäht wird, sodass der flache Teil des Bandes zwischen den Nahtzugaben eingeklemmt ist und die gestopfte Kante an der Außenseite der Naht nach außen zeigt.

 

Fadenlauf: Der Fadenlauf auf dem Stoff ist die Richtung, in der die Grundfäden des Stoffes verlaufen. Wenn das Schnittmuster im Fadenlauf erfolgen muss, bedeutet dies, dass er parallel zur Kante des Stoffes geschnitten wird.

 

Futterstoff: Ein Futterstoff ist eine dünnere Stoffschicht auf der Innenseite des Kleidungsstücks. Ein Kleid kann beispielsweise aus einem Grundstoff bestehen, der für alle sichtbar ist, und einem Futterstoff, der sich auf der Innenseite des Kleidungsstücks befindet. Durch den Futterstoff sitzt das Kleid besser, ist weniger durchsichtig und der Rock klebt nicht an den Strumpfhosen. Der Stoff für den Futterstoff hat die gleiche oder eine ähnliche Farbe wie der Grundstoff, aber du kannst auch mit einer Kontrastfarbe spielen. Der Futterstoff besteht in der Regel aus Viskose oder Acetat, in selteneren Fällen auch aus Baumwolle oder Polyester.

 

Nadelkissen: Ein Nadelkissen ist ein Kissen, auf dem wir unsere Stecknadeln aufbewahren. Es muss nicht unbedingt ein Kissen sein, sondern kann auch ein Hilfsmittel aus Kunststoff oder Keramik mit einem Magneten sein, das das Aufnehmen von Stecknadeln vom Tisch oder Boden erleichtert.

 

Nahtzugabe: Eine Nahtzugabe ist der Platz, der um das Schnittteil herum hinzugefügt wird (oder bereits im Schnittmuster enthalten ist). Wenn Nähte zusammengenäht werden, wird die Nahtzugabe normalerweise auf der Innenseite des Kleidungsstücks versteckt. Sie hat zwei Funktionen: 1. Sie verhindert, dass sich die Naht aufgrund des Ausfransens des Stoffes auflöst, und 2. sie ermöglicht es uns, das Kleidungsstück an unsere Körperform anzupassen - wenn es zu eng ist, verwenden wir weniger Nähzugabe, wenn es zu weit ist, verwenden wir mehr Nähzugabe. Hier erfährst du, wie du ganz einfach eine Nahtzugabe zu einem Schnitt hinzufügen können.

   

Nahttrenner: Ein Nahttrenner ist ein scharfes und spitzes Hilfsmittel, das zum Trennen von Nähten verwendet wird. Entdecke hier, wie du ihn verwenden kannst.

 

 

 

Nähgarn: Ein Nähgarn ist ein auf eine Kunststoffhülse aufgewickelter Faden. Beim Nähen wird es als Ober- oder Nadelfaden verwendet, um eine Naht mit dem Unterfaden, der sich auf der Spule befindet, zu bilden. Über die verschiedenen Fadenstärken und ihre Verwendung kannst du hier lesen.

 

Paspel: Sieh Schrägband.

 

Posamentierwaren: Posamentierwaren ist das benötigte Zubehör wie Faden, Knöpfe, Reißverschlüsse, Gummibänder usw. Es geht auch um verschiedene Hilfsmittel wie Maschinennadeln, Spulen oder Nahttrenner.

 

Rechtseite: Die Rechtseite ist die rechte oder obere Seite des Stoffes. Dies ist die Seite, auf der das Muster gedruckt wird. Bei manchen Stoffen gibt es keinen Unterschied zwischen Recht- und Rückseite (z. B. bei einfarbigem Popeline), bei anderen ist er jedoch sehr auffällig.

 

Rechts auf Rechts: Rechts auf Rechts bedeutet, dass zwei Stoffschickten so aneinander gelegt werden müssen, dass sich die Rechtseite des einen Stoffes und die Rechtseite des anderen Stoffes berühren.

 

Rückseite: Die Rückseite ist die linke Seite oder Unterseite des Stoffes. Bei manchen Stoffen gibt es keinen Unterschied zwischen Recht- und Rückseite (z. B. bei einfarbigem Popeline), bei anderen ist er jedoch sehr auffällig.

 

Schrägband: Bei dem Schrägband handelt es sich um einen Stoffstreifen, der in einem Winkel von 45 Grad geschnitten wird, um die Flexibilität zu erhalten. Es wird zum Besäumen verschiedener Kanten verwendet. Dank seiner Flexibilität eignet es sich auch für die Bearbeitung von abgerundeten Kanten und Ecken. Es kann fertig gekauft oder selbst hergestellt werden selbst hergestellt werden.

 

 

 

Schräges Zuschneiden: Ein Schnittmuster oder ein Stück Stoff ist schräg geschnitten, wenn es in einem Winkel von 45 Grad zur Kante des Stoffes geschnitten wird. Beim schrägen Zuschneiden erhalten alle Schnittteile einen weichen Fall.

 

Stecknadeln: Die Stecknadeln sind scharfe, dünne, längliche Stahlspitzen, die anstelle eines Ohrs einen Kopf aus Glas, Metall oder Kunststoff haben. Sie werden zur vorübergehenden Befestigung von Stoffen vor dem Nähen verwendet. Sie werden senkrecht zur Naht aufgesteckt, um zu verhindern, dass die Nadel beim Nähen gegen sie stößt, oder um sie einfach aus dem Stoff zu ziehen, wenn man gegen sie näht.

 

 

 

Wir hoffen, dass die Erläuterungen dir geholfen und viele deiner Fragen beantwortet haben 😊

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