Die Japandi-Bluse ist eine leichte, feminine und besondere Wickelbluse, die seitlich gebunden wird. Dank des schlichten Schnitts, der zarten Bänder und des Saumbands wirkt sie minimalistisch und zugleich sehr spannend – eine schöne Kombination aus Komfort und Eleganz.
Zum Nähen kannst du Popeline oder einen anderen dünneren Stoff verwenden, der sich für Hemden und Blusen eignet. Die Bluse ist eine tolle Wahl für Frühlings- und Sommertage und lässt sich wunderbar zu Jeans, Leinenhosen oder einem Rock tragen. Im Folgenden findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du die Bluse nähst, sauber mit Saumband einfässt und schön abschließt.
0,7 m Popeline oder einen anderen dünneren Stoff, geeignet für Hemden bzw. Blusen
0,7 m dünneren Centilin
4,5 m Saumband: 2,5 m zum Einfassen der Bluse und 2 m für die Bindebänder
*Auf dem Foto ist das Modell in Größe S.
| GRÖSSE | BRUST (cm) | TAILLE (cm) | HÜFTE (cm) |
| XS | 85 | 67 | 95 |
| S | 90 | 72 | 100 |
| M | 95 | 77 | 105 |
| L | 100 | 82 | 110 |
| XL | 105 | 87 | 115 |
| XXL | 110 | 92 | 120 |
Aus dem Stoff schneiden wir alle Schnittteile zu und übertragen die Abnäher. Wir nähen alle Abnäher und bügeln sie aus.
Die Schnittteile am Kragen und entlang beider vorderer Kanten verstärken wir mit Centilin. Mit der Overlock oder mit einem Zickzackstich (falls du keine Overlock hast) versäubern wir alle Seiten- und Schulternähte. Unversäubert bleiben die Armausschnitte, der Kragen, die vorderen Kanten und die Unterkante. Die Armausschnitte, den Kragen und die vorderen Kanten fassen wir später mit Saumband ein, die Unterkante wird gesäumt.


Ich habe in der hinteren Mitte einen verdeckten Reißverschluss eingenäht, der bei dieser Bluse eigentlich nicht nötig ist. Ich habe ihn für das kommende Tutorial zum Nähen eines verdeckten Reißverschlusses eingesetzt. Die Bluse wird vorne gebunden, daher hat der Reißverschluss keine Funktion. Die hintere Mitte kannst du einfach mit einem geraden Stich zusammennähen. Anschließend nähen wir auch beide seitlichen Rückenteile an und bügeln die Nahtzugaben auseinander.

Lege beide Vorderteile rechts auf rechts auf das Rückenteil und nähe beide Schulternähte.

Nun nähen wir die Bindebänder. Am einfachsten ist es, direkt Saumband zu verwenden, du kannst aber auch etwas anderes nehmen. Ich habe Köperband in der Breite 3 cm verwendet, weil mir das Saumband ausgegangen ist. Ich habe das Band zusammengenäht, gewendet und abgesteppt. Wir brauchen 6 Bänder mit einer Länge von etwa 30 cm. Am Ende jedes Bandes knüpfen wir einen Knoten.

Jetzt nähen wir die Seitennähte. Auf der rechten Seite fassen wir die Bindebänder in die Seitennaht mit ein. Ich habe das erste Band ca. 2 cm unterhalb der Achsel eingenäht, die nächsten zwei im gleichen Abstand von 14 cm. Die Bänder legen wir rechts auf rechts auf die rechte Seite des Vorderteils, dann legen wir Vorder- und Rückenteil rechts auf rechts zusammen und nähen. Rechts auf rechts nähen wir auch die linke Seitennaht. Die Nahtzugaben bügeln wir auseinander.

Mit Saumband fassen wir den Halsausschnitt zusammen mit beiden vorderen Kanten sowie beide Armausschnitte ein. Eine genauere Anleitung zum Nähen von Saumband – auch zum Nähen von Ecken – findest du in diesem Blog. Die Bindebänder nähen wir außerdem auf das Saumband am linken Vorderteil. Das erste Band nähen wir 2 cm von der Kante am vorderen Ausschnitt an, die nächsten zwei im gleichen Abstand von 14 cm.

Zum Schluss säumen wir die Bluse an der Unterkante. Ich habe einen doppelten Saum mit einer Breite von ca. 7 mm genäht.

Fertig – unsere Japandi-Bluse ist genäht.

