Wie reguliert man die Spannung der Nähfäden an der Overlock-Nähmaschine
Das häufigste Problem, dem man begegnet, ist sicherlich die Spannungsregulierung von Nähfäden.
Im ersten Schritt, wenn man noch lernt, wie man die Fadenspannung einstellt, ist es am einfachsten, farbigen Faden zu verwenden und die Farben mit den Farben der Nähmaschine abzustimmen. Dies wird dir helfen zu verstehen, wie die Fäden funktionieren und wie sich ihre Wege kreuzen. Oft genügt es, die Spannung eines Fadens zu korrigieren, und der Fehler ist behoben. Verwende die Anleitung, um die Einrichtung zu erleichtern.
Wie sieht eine Naht aus, bei der die Fadenspannung perfekt ist?
Schauen wir uns zunächst an, was wir erreichen wollen - eine ausgewogene Naht, bei der sich die Fängerfäden genau an der Stoffkante treffen und die Nadelfäden den Stoff nicht spannen oder knittern.
DIE SPANNUNG DER NADELFÄDEN
Wenn du mit allen vier Fäden nähst, musst du die Spannung der beiden Nadelfäden einstellen. Wenn du mit drei Fäden nähst, musst du ur die Spannung eines Nadelfadens einstellen.
1. Der Stoff häuft sich an und faltet sich
Wenn der Nadelfaden zu fest ist, fängt der Stoff an, sich zu stapeln und zu verknittern. Das mag praktisch sein, wenn man Rüschen nähen will, aber es ist sehr störend, wenn man eine gerade Naht nähen will. Reduziere in diesem Fall die Spannung des Nadelfadens, bis der Stoff flacher wird.

2. Die Maschen des Nadelfadens sind lässig
Eine zu lockere Spannung des Nadelfadens führt zu losen Schlingen auf der Rückseite des Stoffes. In diesem Fall ist es am besten, die Spannung des Nadelfadens zu erhöhen, bis der Faden auf der Rückseite des Stoffes kaum noch sichtbar ist.

DIE SPANNUNG DER FADENFÄNGER
Die Fadenfänger sind etwas schwieriger, da sie sich gegenseitig beeinflussen. Wenn sich die beiden Fadenfänger nicht genau an der Kante treffen, achte darauf, welcher Faden auf der falschen Seite des Stoffes zieht. Denke auch daran, dass der Faden des oberen Fadenfängers immer oben und der Faden des unteren Fadenfängers immer unten sein sollte.
1. Der Faden des oberen Fadenfängers zieht auf die Rückseite des Stoffes
Auf dem Foto unten kannst du sehen, wie der Faden des oberen Fadenfängers auf die Rückseite des Stoffes gezogen wurde. Das kann bedeuten, dass die Spannung des Fadens des oberen Fadenfängers zu locker oder die Spannung des Fadens des unteren Fadenfängers zu fest ist. An diesem Punkt musst du selbst entscheiden, was du zuerst reparierst.
Um dir die Aufgabe zu erleichtern, vergleiche diese beiden Fotos miteinander.
Im ersten Fall scheinen die Fäden zu stark gespannt zu sein. Wir würden dir daher vorschlagen, die Fadenspannung des Fadens des unteren Fadenfängers zu verringern.

Auf dem zweiten Foto sehen die Fäden locker aus, daher empfehlen wir dir, die Spannung des Fadens des oberen Fadenfängers zu erhöhen.

2. Der Faden des unteren Fadenfängers zieht auf die Rechtseite des Stoffes
Wie du auf dem Foto sehen kannst, zieht der Faden des unteren Fadenfängers auf die Rechtseite des Stoffes. Das bedeutet, dass die Spannung des Fadens des oberen Fadenfängers zu fest oder die Spannung des Fadens des unteren Fadenfängers zu locker ist.
Auch hier kannst du dir mit den obigen Tipp helfen. Wenn der Faden zu locker ist, erhöhe die Spannung des Fadens des unteren Fadenfängers, andernfalls verringere die Spannung des Fadens des oberen Fadenfängers.

TIPPS
1. Wenn du dir nicht sicher bist, wo es schiefgelaufen ist, reguliere die Spannung aller Nähfäden auf die werkseitigen Einstellungen (die normalerweise am Regulator der Nähmaschine markiert sind). Passe dann zuerst die Spannung der Nadel und überprüfe dann noch die Spannung der Fadenfänger.
2. Verwende nach Möglichkeit eine etwas andere Farbe für einen der Faden der Fängerfäden. Auf diese Weise weißt du sofort, wo das Problem liegt. Für den Nadelfaden und einen der Fäden der Fadenfänger kannst du zum Beispiel einen beigen Faden und für den anderen Faden der Fadenfänger einen weißen Faden verwenden. Du wirst am fertigen Projekt kaum einen Unterschied zwischen den Fäden bemerken, aber das Nähen wird dadurch viel einfacher.
3. Prüfe vor dem Nähen die Spannung aller Fäden auf einem separaten Stück Stoff. Wiederhole die Übung mehrere Male, bis du eine perfekte Naht hast, wie auf dem ersten Foto. Wenn du die richtigen Spannungen für alle drei oder vier Fäden eingestellt hast, sind nur noch geringfügige Anpassungen erforderlich, je nach Auswahl und Dicke des Stoffes, den du für dein Projekt benötigst.
4. Mache dir Notizen zur optimalen Spannung je nach der Stoffart und die Anzahl der Schichten, die du nähst.
Los an die Arbeit 😊
Quelle: http://www.makeithandmade.com/2012/08/perfecting-sergeroverlocker-tension.html